AHA und BHA: was passt zu meiner Haut?

In meinem letzten Beitrag zu AHA und BHA habe ich euch ja schonmal die grundsätzlichen Unterschiede und Eigenschaften der chemischen Peelings nähergebracht. Heute geht es aber um die Frage welche Säure zu eurer Haut passt, konkrete Produkte und wie man sie in die Hautpflegeroutine einbaut! 🙂

AHA

Erst einmal zu AHA: wie schon im letzten Beitrag erwähnt, gibt es verschiedene AHAs, die häufigsten sind aber Glykol- und Milchsäure. Falls ihr den Beitrag noch nicht gelesen habt, schaut doch mal rein: Was sind chemische Peelings und wie funktionieren sie?

Glykolsäure gehört wohl zu den beliebtesten AHAs und wird meistens in Konzentrationen von 5-10% angeboten. Paula’s Choice, Pixi und The Ordinary sind wohl die bekanntesten. Glykolsäuren sind aber schon recht potent und können Hautreizungen verursachen! Deswegen auf jeden Fall anfangs nicht jeden Tag nutzen und mit der niedrigsten Konzentration anfangen. Geeignet sind sie eher für trockene Haut, aber haben auch Anti-Aging Eigenschaften! Sie können Sonnenschäden reduzieren und leichte Falten bekämpfen. Außerdem verleiht sie der Haut bei regelmäßiger Anwendung einen tollen Glow 🙂

Für die empfindlicheren Häutchen gibt’s die Milchsäure. Die Moleküle der Milchsäure sind größer und können nicht ganz so tief in die Haut eindringen. Sie verursacht somit auch weniger Hautirritationen als die Glykolsäure. Oftmals werden hier auch Konzentrationen von 5-10% angeboten. Milchsäure könnt ihr auch bei The Ordinary bekommen (Lactic Acid 5%/10%).

 

BHA

BHAs sind besonders für Misch- bis ölige Haut geeignet. Dadurch, dass es Salicysäure auch in geringeren Konzentrationen gibt und auch als Lotion gibt, kann man es auch gut nehmen, wenn man trockenere Haut hat, die zu Unreinheiten neigt. Ich selbst habe eher empfindlichere, trockene Haut und vertrage BHAs (auch 2%) ziemlich gut. Durch die entzündungshemmenden Eigenschaften sind sie auch bei Rosazea-empfindlicher Haut einsetzbar und können Rötungen und Unebenheiten reduzieren. BHAs sind einfach unersetzbar, wenn man unter Unreinheiten leidet 🙂 Hier gibt es auch zahlreiche Produkte von Paula’s Choice und The Ordinary. Achtung! Bei Unverträglichkeiten von Aspirin (Acetylsalicylsäure) Abstand von Salicylsäure nehmen!

 

Routine

Wenn ihr noch nie chemische Peelings verwendet habt, würde ich empfehlen auf die Bedürfnisse der Haut zu achten. Wer eher trockene Haut hat, kann sich an Milchsäure oder Glykolsäure heranwagen. Wer zu Unreinheiten neigt, legt sich vielleicht eher Salicylsäure zu. Immer mit einer geringen Konzentration anfangen und sich steigern. Anfangs am Besten nur 2-3 mal die Woche verwenden. Man kann auch ein paar Tropfen des Peelings in die Tages-/Nachtpflege mischen, um die Potenz ein bisschen zu verringern. Wichtig ist allerdings die Peelings regelmäßig zu verwenden, nur dann kann sich das Hautbild verbessern! Es kann auch zu leichten Irritationen kommen, man sollte dem Produkt aber 2 Wochen zeitgeben, um zu sehen ob die Haut sich daran gewöhnt und die Reizung zurückgeht. Generell tagsüber immer einen Sonnenschutz von mindestens LSF 30 auftragen, da durch das Peeling die Haut erheblich lichtempfindlicher wird (bis zu 7 Tage nach Absetzen des Peelings!). Übrigens: wenn man die Peelings gut verträgt, kann man auch AHA und BHA gleichzeitig anwenden und von Vorteilen beider profitieren 🙂

 

Das waren ein paar Einsteigertips, falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr gerne kommentieren, oder mir eine E-Mail schreiben! 🙂

 

Yvonne

2 Antworten auf „AHA und BHA: was passt zu meiner Haut?“

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